Modul #02:

Journalismus und Demokratie

Wie hängen Demokratie und Medien zusammen? Wie schützen sich Journalismus und Demokratie gegenseitig? Und was genau wird von der Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt? In diesem Modul lernen Sie, wie der Lokaljournalismus demokratische Teilhabe ermöglicht, welche Kontrollinstanzen es für die Berichterstattung gibt und welche grundlegenden Funktionen die Medien in der Demokratie erfüllen.

Loslegen mit Modul #02

Dieses Modul beinhaltet:

  • Eine Einführung zu den Funktionen der Medien in der Demokratie
  • Einen Erklärfilm zu Artikel 5 des Grundgesetzes, der die Meinungs- und Pressefreiheit schützt und Rechte und Aufgaben der Berichterstattung festlegt
  • Ein Interview mit Prof. Dr. Matthias Künzler über die Frage, wie Lokaljournalismus die demokratische Teilhabe stärkt
  • Ein Spiel, in dem Sie Ihr Wissen über den Zusammenhang von Journalismus und Demokratie testen können
  • Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter zum Thema

Themen in diesem Modul:

Nicht ohne Grund spricht man von der „vierten Gewalt im Staat“: Journalismus und Demokratie hängen nicht nur eng zusammen, sie schützen sich gegenseitig. Aber wie funktioniert das genau? Welche Regeln gelten für die Berichterstattung? Und was ist durch die Meinungs- und Pressefreiheit geschützt? Dieses Modul beleuchtet:

  1. Welche entscheidenden Funktionen Medien in der Demokratie erfüllen.
  2. Was durch die Pressefreiheit geschützt ist – und was nicht.
  3. Wie Lokaljournalismus demokratische Prozesse stärken kann.

In der Einführung erfahren Sie, warum der Journalismus einerseits für funktionierende demokratische Prozesse unerlässlich ist, und wie die Demokratie andererseits eine unabhängige und kritische Berichterstattung schützt. Der anschließende Erklärfilm geht genauer auf Artikel 5 des Grundgesetzes ein, in dem die Grenzen der Pressefreiheit und die Rechte und Aufgaben der Medien in der Demokratie geregelt sind.

In einem Video-Interview erklärt Prof. Dr. Matthias Künzler, wie sehr das Medienverhalten die demokratische Teilhabe von Bürger:innen beeinflusst. Prof. Künzler lehrt Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin und erforscht die Zusammenhänge zwischen Lokaljournalismus und Demokratie.

Was ist nochmal Pressefreiheit?

Pressefreiheit bezeichnet das Recht von Journalist:innen und Medien, Informationen und Meinungen ohne staatliche Zensur oder ungerechtfertigte Einschränkungen zu recherchieren, zu verbreiten und zu veröffentlichen. Sie umfasst den Schutz vor staatlicher Einflussnahme, das Recht auf Informationszugang und die Möglichkeit, Regierung und Mächtige kritisch zu kontrollieren. In Deutschland ist sie in Artikel 5, Absatz 1 des Grundgesetzes verankert.

International wird sie etwa in Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte geschützt. Zur Einordnung der Lage der Pressefreiheit in verschiedenen Ländern dienen zum Beispiel die jährlichen Berichte und Ranglisten von Reporter ohne Grenzen (rsf.org) und Freedom House (freedomhouse.org).

Das lernen Sie in Modul #02:

  1. Die Beziehung und Wechselwirkung von Demokratie und Medien.
  2. Die Regeln und Aufgaben der Berichterstattung sowie Kontrollinstanzen der Pressefreiheit.
  3. Den Einfluss von Lokaljournalismus auf demokratische Teilhabe.

Den nächsten Inhalt entdecken

Modul #03: Merkmale des Journalismus

In diesem Modul machen Sie sich mit dem Redaktionsalltag vertraut und lernen, was Journalismus ist und welche Arbeitsfelder dazugehören. Erfahren Sie, unter welchen Bedingungen seriöser Qualitätsjournalismus entsteht und welche Regeln auch im Online-Journalismus gelten. Wir beleuchten die Mechanismen der Nachrichtenauswahl und die ethischen Richtlinien, denen sich Journalist:innen durch Presserecht und Pressefreiheit verpflichten.

Weiter zu Modul #03