Modul #05:

Modul #05: Nichtjournalistische Absender

Was bedeutet guter Journalismus – und wie unterscheidet er sich von nichtjournalistischen Absendern? Gerade im digitalen Raum ist das nicht immer leicht zu erkennen. In diesem Modul lernen Sie die wichtigsten Merkmale des traditionellen Journalismus und seiner Entwicklung kennen, um unterschiedliche Motivationen von Absender:innen sicher identifizieren zu können.

Loslegen mit Modul #05

Dieses Modul beinhaltet:

  • Einen einführenden Überblick zu journalistischen und nichtjournalistischen Absendern
  • Ein Spiel, mit dem Sie testen können, wie geschärft Ihr Blick für die Motivation hinter Posts und Nachrichten ist
  • Einen Erklärfilm zu verschiedenen nichtjournalistischen Absendern wie Influencer:innen, Lobbygruppen oder Pressestellen – und was diese vom traditionellen Journalismus unterscheidet
  • Ein Interview mit der Soziologin Dr. Kathy Meßmer, die über die Geschäftsmodelle sozialer Netzwerke und ihrer Algorithmen aufklärt
  • „Quelle: TikTok“ – ein Praxistraining mit Tipps, wie Sie die Medienwelt Ihrer Schüler:innen im Unterricht richtig einordnen können
  • Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter zum Thema

Themen in diesem Modul:

Nicht alles, was uns als Nachricht erreicht, ist gleich Journalismus. Auch Influencer:innen, Pressestellen oder Lobbygruppen veröffentlichen Informationen und Meldungen – mit unterschiedlichen Motivationen. Besonders im digitalen Raum ist es oft schwer, diese nichtjournalistischen Absender von traditionellem Journalismus zu unterscheiden. Dieses Modul verdeutlicht:

  1. Diese nichtjournalistischen Absender gibt es und darum ist es wichtig, sie zu erkennen.
  2. So formen die Algorithmen der sozialen Netzwerke die Motivation verschiedener Absender – und so beeinflusst diese Entwicklung den Journalismus.
  3. So ordnen Sie den Nachrichtenkonsum Ihrer Schüler:innen richtig ein, wenn sich diese bevorzugt über Social Media informieren.

Nach der Einführung ins Modul können Sie in einem Spiel testen, wie geschärft Ihr Blick für die Absender hinter verschiedenen Meldungen und Posts bereits ist. Ein anschließender Erklärfilm beleuchtet nichtjournalistische Absender wie Pressestellen, Lobbygruppen oder Influencer:innen. So lernen Sie, wie Sie die Motivation hinter verschiedenen Quellen richtig einordnen.

Checkliste: So erkennt man journalistische Absender im Netz

  • Absender:
    • Impressum vorhanden?
    • Handelt es sich um ein anerkanntes Medium (z. B. Zeitung, Rundfunk, seriöses Online-Magazin)?
  • Redaktionelle Struktur:
    • Gibt es eine „Über uns“-Seite oder Angaben zu Redakteur:innen?
    • Werden Verantwortliche für Inhalte genannt (z. B. Chefredaktion, Ressorts)?
  • Trennung von Meinung und Nachricht:
    • Sind Kommentare/Meinungen klar gekennzeichnet?
  • Transparenz:
    • Werden Quellen, Studien, Behörden oder Expert:innen klar benannt?
    • Gibt es Links zu Originaldokumenten?
  • Umgang mit Fehlern:
    • Gibt es Hinweise auf Richtigstellungen oder ein Korrekturverfahren?
  • Finanzierung und Interessen:
    • Ist erkennbar, wie sich das Angebot finanziert (Werbung, Spenden, Beiträge)?
  • Sprache und Stil:
    • Überwiegend sachlich, nüchtern, nachvollziehbar?
    • Oder stark emotional, hetzerisch, verschwörerisch, mit vielen Großbuchstaben und Ausrufezeichen?
  • Verifikation statt Gerüchte:
    • Werden Fakten geprüft und unterschiedliche Seiten dargestellt?
  • Mitgliedschaft/Standards:
    • Hinweise auf Pressekodex, Presserat, journalistische Leitlinien und Standards?

Die Entwicklung des Journalismus durch Social Media

Die Soziologin Dr. Kathy Meßmer erklärt im folgenden Interview die Geschäftsmodelle sozialer Netzwerke und die Aufmerksamkeitsökonomie, die sich daraus ergibt. Bei der Stiftung Neue Verantwortung (mittlerweile „interface“) hat sie das Projekt „Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz“ geleitet. Dr. Meßmer macht klar, wie sowohl unsere Nachrichtenkompetenz als auch der Journalismus mit dieser Entwicklung mithalten müssen – und was guter Journalismus auf Social Media bedeutet.

Ihre Schüler:innen sagen, sie brauchen keine Zeitung, sie schauen YouTube oder verfolgen Nachrichten auf TikTok? Dann erhalten Sie im abschließenden Praxistraining konkrete Tipps, wie Sie die Medienwelt Ihrer Schüler:innen richtig einordnen. Lernen Sie, wie Sie die Unterschiede zwischen Influencer:innen und journalistischen Absendern vermitteln. Dazu stehen Ihnen vertiefendes Material sowie Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter für Grundschulen und weiterführende Schulen zur Verfügung.

Das lernen Sie in Modul #05:

  1. Die Motivation nichtjournalistischer Absender von traditionellem Journalismus unterscheiden.
  2. Die Geschäftsmodelle sozialer Netzwerke und die Folgen der Aufmerksamkeitsökonomie.
  3. Die Medienwelt Ihrer Schüler:innen verstehen – und Ihnen vermitteln, was guter Journalismus auf Social Media bedeutet.

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Modul #06: Mediennutzung

Täglich scrollen, blättern und klicken wir uns durch die News. Aber was bleibt bei der Nachrichtenaufnahme hängen? Dieses Modul richtet den Blick auf uns selbst: als Nutzer:innen von Medien und Kommunikationsmitteln. Es zeigt, welche Mechanismen unseren Medienkonsum steuern, wie exzessive Mediennutzung unser Wohlbefinden beeinflusst und wie sinnvolle Mediennutzung im Alltag – und im Unterricht – aussehen kann.

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