Modul #03:

Merkmale des Journalismus

In diesem Modul machen Sie sich mit dem Redaktionsalltag vertraut und lernen, was Journalismus ist und welche Arbeitsfelder dazugehören. Erfahren Sie, unter welchen Bedingungen seriöser Qualitätsjournalismus entsteht und welche Regeln auch im Online-Journalismus gelten. Wir beleuchten die Mechanismen der Nachrichtenauswahl und die ethischen Richtlinien, denen sich Journalist:innen durch Presserecht und Pressefreiheit verpflichten.

Loslegen mit Modul #03

Dieses Modul beinhaltet:

  • Eine Einführung ins Thema: Was ist Journalismus genau, wie weit reicht die Pressefreiheit – und wer überprüft die Arbeit der Journalist:innen?
  • Einen zweiteiligen Erklärfilm: Der erste Teil beleuchtet journalistische Arbeitsfelder und redaktionelle Abläufe. Der zweite Teil widmet sich den inhaltlichen und ethischen Regeln des Journalismus – dem Presserecht.
  • Ein Interview mit Sarah Brasack, stellvertretende Chefredakteurin beim Kölner Stadt-Anzeiger, die über die Auswahl von Nachrichten und das Rollenverständnis von Lokalredaktionen spricht.
  • Einen Erklärfilm zu verschiedenen journalistischen Formaten, von der Meldung über die Reportage bis zum Kommentar.
  • Ein Interview mit Sonja Volkmann-Schluck, ehemalige Referentin beim Deutschen Presserat, über die Arbeit dieses Kontrollorgans.
  • Einen abschließenden Test, mit dem Sie Ihr Wissen vertiefen können.
  • Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter zum Thema

Themen in diesem Modul:

Egal ob Printzeitung oder Online-Journalismus: Auch wenn die Berufsbezeichnung „Journalist:in“ in Deutschland nicht geschützt ist, gibt es klare Richtlinien für die Arbeit der Medien. Aber wer überwacht das Presserecht? Wie weit reicht die Pressefreiheit? Und woran erkennt man seriösen Qualitätsjournalismus? Dieses Modul liefert Antworten:

  1. So sind journalistische Arbeitsfelder und redaktionelle Abläufe organisiert.
  2. Das sind die inhaltlichen und ethischen Regeln des Journalismus, etwa die Trennung zwischen Werbung und Redaktion.
  3. So unterscheiden sich verschiedene journalistische Formate.
  4. Diese Organe überwachen das Presserecht – und so arbeitet der Deutsche Presserat.

In einem zweiteiligen Erklärfilm lernen Sie die journalistische Praxis und die Spielregeln journalistischer Arbeit kennen. Der erste Teil beschreibt redaktionelle Abläufe von der Recherche bis zur Veröffentlichung. Der zweite Teil widmet sich vor allem den Spielregeln und Rahmenbedingungen des Berufes, die im Presserecht festgelegt sind – wie der Trennung von Meinungen und Tatsachen oder Werbung und Redaktion.

Praktische Einblicke in journalistische Arbeitsfelder

In einem Interview spricht Sarah Brasack über das Rollenverständnis von Lokalredaktionen und gibt konkrete Einblicke, wie Nachrichten ausgewählt und gewichtet werden. Als stellvertretende Chefredakteurin beim Kölner Stadt-Anzeiger widmet sie sich tagtäglich diesen Fragen. Ein weiterer Erklärfilm definiert unterschiedliche journalistische Formate, wie die Reportage oder den Kommentar, und beschreibt, wie diese im Online-Journalismus immer häufiger verschwimmen.

Sonja Volkmann-Schluck war bis Dezember 2025 Referentin des Deutschen Presserats und erklärt im Interview, wie der Presserat als unabhängiges Kontrollgremium die Arbeit journalistischer Medien in Deutschland überwacht. Sie beschreibt, an welchen Stellen sich Bürger:innen direkt einbringen können und welche weiteren Institutionen das Presserecht durchsetzen.

Diese Regeln gelten bei qualitativ hochwertigem Online-Journalismus:

  • Fakten prüfen: Informationen aus mehreren, möglichst unabhängigen Quellen verifizieren.
  • Quellen transparent machen: Herkunft von Informationen (z. B. Studien, Behörden, Expert:innen) klar benennen.
  • Trennung von Nachricht und Meinung: Berichterstattung deutlich von Kommentaren und Meinungsbeiträgen trennen.
  • Ausgewogenheit und Fairness: Betroffene zu Wort kommen lassen, verschiedene Perspektiven darstellen.
  • Korrekturen und Transparenz bei Fehlern: Fehler zeitnah und sichtbar berichtigen.
  • Sorgsamer Umgang mit Überschriften und Teasern: Keine irreführenden Clickbait-Titel.
  • Schutz von Persönlichkeitsrechten: Privatsphäre respektieren, insbesondere bei Opfern, Minderjährigen und verletzlichen Gruppen.
  • Unabhängigkeit: Trennung von Redaktion und Werbung; bezahlte Inhalte (Advertorials, Sponsoring) klar kennzeichnen.
  • Verantwortung in sozialen Medien: Inhalte vor dem Teilen prüfen, keine Verbreitung von Desinformation oder Hass.

Materialien zu den Regeln des Journalismus für Ihren Unterricht

Ihr erlangtes Wissen zu den inhaltlichen und ethischen Merkmalen des Journalismus, zu Presserecht und Pressefreiheit können Sie anschließend in einem Quiz testen. Außerdem stehen Ihnen vertiefendes Material sowie Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter für Grundschulen und weiterführende Schulen zur Verfügung.

Das lernen Sie in Modul #03:

  1. Verschiedene journalistische Arbeitsfelder und redaktionelle Abläufe benennen.
  2. Unterschiedliche Formate aus Zeitung, Rundfunk oder Online-Journalismus definieren.
  3. Aufgaben und Arbeitsweise des Deutschen Presserats.

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