Modul #07:

TikTok, Journalismus und die Gen Z

TikTok ist längst mehr als eine Unterhaltungsplattform – für die Gen Z ist sie eine der wichtigsten Quellen für Nachrichten und politische Meinungsbildung. Doch welche Gefahren gehen mit TikTok einher? Und was bedeutet das für den Journalismus im Wandel? Dieses Zusatzmodul zeigt, wie TikTok das Informationsverhalten junger Menschen beeinflusst, welche Chancen und Risiken die Plattform birgt – und wie Lehrkräfte Medienkompetenz erwerben können, um ihre Schüler:innen gezielt zu begleiten.

Loslegen mit Modul #07

Dieses Modul beinhaltet:

  • Einen Einstiegstest: Wie gut kennen Sie TikTok und das Medienkonsumverhalten Ihrer Schüler:innen?
  • Einen Erklärfilm über die Funktionsweise des TikTok-Algorithmus und über die Risiken, die dadurch für die politische Meinungsbildung von Gen Z und Gen Alpha entstehen
  • Ein Praxistraining mit Hatice Kahraman, Chefredakteurin von Salon5, die Tipps für die Recherchearbeit mit TikTok im Unterricht gibt
  • Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter zum Thema

Themen in diesem Modul:

Die meisten Ihrer Schüler:innen sind vermutlich täglich auf TikTok unterwegs – und nutzen die Plattform nicht nur zur Unterhaltung, sondern zunehmend auch zur Information über das aktuelle Weltgeschehen. Das stellt den Journalismus im Wandel vor neue Herausforderungen: Wie erreicht seriöser Journalismus junge Menschen dort, wo sie sich aufhalten? Und welche Rolle spielen Medienforschung und Kommunikationswissenschaft dabei, diese Entwicklungen zu verstehen? Dieses Zusatzmodul beleuchtet:

  1. So funktioniert der TikTok-Algorithmus und darum kann er die politische Meinungsbildung junger Menschen maßgeblich beeinflussen.
  2. Filterblasen, Desinformation, politische Beeinflussung: Das sind die zentralen Gefahren auf TikTok und das bedeuten sie für die Zukunft des Journalismus.
  3. So lässt sich TikTok im Schulalltag gezielt einsetzen, um Nachrichten- und Medienkompetenz zu vermitteln.

Ein Erklärfilm gibt zunächst einen Überblick über den TikTok-Algorithmus, seine Mechanismen und seine Auswirkungen auf das Informationsverhalten junger Menschen – von der Gen Z bis hin zur heranwachsenden Gen Alpha. Es zeigt zudem, wie journalistische Formate auf der Plattform dabei helfen können, verlässliche von irreführenden Inhalten zu unterscheiden.

Gen Z und Gen Alpha zusammengefasst

Die Gen Z umfasst in etwa die Jahrgänge 1995 bis 2010, die Gen Alpha die Jahre 2010 bis heute. Während die Gen Z mit Smartphones und Social Media aufwuchs, sich aber dennoch an eine Zeit „vor dem Smartphone“ erinnern kann, ist die Gen Alpha die erste vollständig im Digitalzeitalter aufgewachsene Generation. Dadurch ist ihre Mediennutzung noch stärker video- und plattformbasiert (v. a. YouTube, TikTok, Streaming). Im Bereich Bildung und Schule hat die Gen Z während der Corona-Pandemie den Wandel zu mehr digitalem Lernen miterlebt. Die Gen Alpha hingegen wächst von Anfang an mit stärker digitalisierten Schulen und Lernumgebungen auf und erwartet von klein auf interaktive, personalisierte Inhalte (z.B. Apps, Lernspiele). Auch bei den sozialen Kontakten ist in der Gen Alpha eine noch stärkere Vermischung von „online“ und „offline“ Freundschaften zu beobachten, weil digitale Interaktion über Messenger, Videochat oder Gaming von Beginn an selbstverständlich ist.

TikTok im Schulalltag: Medienkompetenz erwerben und gezielt einsetzen

Im anschließenden Praxistraining gibt Hatice Kahraman konkrete Tipps, wie Lehrkräfte TikTok sinnvoll in den Unterricht integrieren können. Als Redaktionsleiterin von Salon5, der Jugendredaktion von Correctiv, kennt sie sich mit der Mediennutzung der Gen Z bestens aus. Sie zeigt, wie Lehrkräfte TikTok nicht nur besser verstehen, sondern auch für die Recherchearbeit im Unterricht nutzen können.

Ergänzend stehen Ihnen Unterrichtsanregungen und Arbeitsblätter zur Verfügung, mit denen Schüler:innen lernen, TikTok-Inhalte kritisch zu hinterfragen – ein zentrales Medienkompetenzthema angesichts der Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter.

Das lernen Sie in Modul #07:

  1. Verstehen, wie der TikTok-Algorithmus funktioniert – und welche Gefahren auf TikTok für die politische Meinungsbildung junger Menschen bestehen.
  2. Seriöse journalistische Inhalte auf TikTok erkennen und den Journalismus im Wandel begreifen.
  3. TikTok gezielt im Untericht einsetzen, um Ihren Schüler:innen dabei zu helfen, Nachrichten- und Medienkompetenz zu erwerben.

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Modul #01: Nachrichtenkompetenz

Nachrichten- und Medienkompetenz sind heute wichtiger denn je. Unser Einstiegsmodul beleuchtet daher die Kernfrage: Was ist Medienkompetenz und wie können Lehrkräfte und damit ihre Schülerinnen und Schüler diese Fähigkeit erwerben? Es zeigt auf, warum es nicht immer einfach ist, seriöse journalistische Quellen von Desinformation zu unterscheiden und wie kritisches Medienkonsumverhalten und Medienpädagogik dabei helfen, sich in der täglichen Informationsflut zurechtzufinden.

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